Testbericht: LTE – Telekom Data Comfort Free

Vor einiger Zeit testete ich Data Comfort Free welches ideal zum testen von LTE geeignet ist. Hier eine kurze Übersicht:

Der Datenpass kann zwei Mal aktiviert werden, sollte der erste Datenpass bereits verbraucht oder abgelaufen sein, so wird die Verbindung sofort eingestellt (Ausnahme ist die Verbindung zu pass.telekom.de), dass heißt konkret, dass keine erneute Verbindung hergestellt werden kann.

Beispiel: wurden 5 GB Datenvolumen aufgebraucht, ohne dass der Tarif innerhalb von 30 Tagen abgelaufen ist, wird die Verbindung getrennt. Sollte ein weiterer Datenpass vorhanden sein, muss dieser nicht zwingend sofort aktiviert werden, dies kann auch in einen anderen Monat erledigt werden.

Zum Testen wurde ein LTE-Modem (Huawei E3372s, es gibt von diesem Modem auch eine Router-Version, welche auch eine Weboberfläche besitzt, E3372h (HiLink)) eingesetzt, als externe Antenne wurde eine alte, einfache Antenne verwendet, welche allerdings in der Wohnung in Fensternähe aufgestellt war. In diesem Ort ist LTE 50 (50 Mbit/s) welches laut Internet mit 800 MHz gesendet wird, vorhanden. Der Sendemast befand sich zu der Zeit weniger als einen Kilometer Luftlinie entfernt, eine direkte Sichtung war zum Zeitpunkt nicht möglich.

Insgesamt, da in diesem Ort höchstens DSL 16 Mbit/s bzw. auch DSL 25 Mbit/s möglich sind, ist an sich LTE eine Bereicherung, auch was den Down- und Upload betrifft, da es kaum Alternativen gibt. Der LTE-Empfang ist möglich und mit einer gescheiten Antenne auch realisierbar. Die getesteten Werte lagen im Download durchschnittlich bei etwa 40 Mbit/s, der Upload über 10 Mbit/s. Diese Werte sind nicht genau und dienen nur zur Veranschaulichung.

Der RSSI-Wert lag mit einfacher externer Antenne die nicht für LTE ausgelegt ist, bei durchschnittlich -70 dBm, ohne externer Antenne bei etwa über -80 dBm, wobei dieser Wert bestimmt optimiert werden könnte, je kleiner der RSSI-Wert, umso besser ist der Empfang und auch die Geschwindigkeit, wobei es auch wiederum davon abhängt, dass die Funkzelle einigermaßen wenig von anderen Teilnehmern belegt ist oder auch vom Wettereinflüssen. In einigen Smartphones gibt es auch noch den so genannten ASU-Wert, je höher der Wert, umso besser der Empfang.

In diesem Ort wird LTE nur von der Telekom angeboten, wer selber LTE testen möchte, kann auf der Seite t-mobile.de/data-comfort-free gehen und eine Karte kostenlos bestellen oder einen Partner der Telekom oder den Telekom-Shop in seiner Stadt besuchen (Bankverbindung/”Personalausweis”/SCHUFA-Auskunft erforderlich). Der von mir getestete Vertrag wurde bei einem Partner der Telekom abgeschlossen, die Vertragslaufzeit betrug 0 Monate.

Wer allerdings auf Geschwindigkeit keinen Wert legt, kann auch andere Anbieter verwenden, je nach Gerät (Smartphone) kann in einem bestimmten Bereich auch HSDPA/HSPA+ empfangen, ansonsten war bei einem Test nur EDGE verfügbar.

Das Internet in den 1990ern/2000ern Jahren, wo zum Beispiel noch das 56K-Modem existierte, dauerte die Einwahl ca. 1 Minute, ein Seitenaufbau in der Regel sehr lange, und ein Download von Dateien, je nach Größe, mehrere Stunden.

Hinweis: Dies ist ein kleiner Erfahrungsbericht und stellt keine Werbung für den Anbieter dar.

Nachtrag am 30.12.2019

LTE ist nach wie vor hier verfügbar, wird aber nicht mehr für DSL (hybrid) benötigt, da VDSL (Vectoring) vorhanden ist.

Aktuell sind etwa 100 MBit Download und 40 MBit Upload verfügbar (hängt auch vom ganzen Kabel im Haus ? und so ab.)

Reines Glasfaser soll hier auch bald verfügbar werden, dies kann mehr als Vectoring, da bei Vectoring ab dem Kasten noch Kupferkabel weiterhin verwendet wird.

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