VirtualBox: echte Festplatte verwenden

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Wer in VirtualBox eine echte Festplatte verwenden möchte, um zu Beispiel ein Betriebssystem wie Linux zu installieren, um es später normal von Festplatte zu starten, gibt es eine Möglichkeit, diese auch zu verwenden. In einigen Schritten kann eine echte Festplatte wie eine virtuelle verwendet werden.

Datensicherung

Bitte alle wichtigen Daten die auf der echten Festplatte sich befinden, die verwendet werden soll, an einem anderen Ort speichern, denn in diesem Beispiel wird auch kurz erwähnt, wie der Festplattencontroller eingestellt werden muss, damit die Installation zum Beispiel eines Linux-Betriebssystem ohne Fehlermeldungen funktionieren sollte.

Voraussetzungen

  • Eine echte Festplatte muss angeschlossen sein und funktionieren
  • Aktuelle und installierte Oracle VirtualBox samt Erweiterung

Richtige Festplatte ermitteln

Es ist sehr wichtig, diesen Schritt sorgfältig durchzuführen, eine falsch ausgewählte Festplatte kann gelöscht werden, wenn das Betriebssystem installiert wurde.

Windows

Datenträgerverwaltung

Um die Datenträgerverwaltung zu öffnen, bitte folgendes eingeben

Bild 1: SSD-Festplatte JAJS600M256PRO mit installiertem Linux. Auf der linken Seite mit Bezeichnung “Datenträger 0”.
  1. Windows-Taste + R
  2. diskmgmt.msc eingeben

Am besten ist die grafische Ansicht, die sich unterhalb befindet. Dort steht zum Beispiel Datenträger 0, Datenträger 1 usw.. In diesem Beispiel soll der Datenträger 0 mit 238.47 GB verwendet werden.

Terminal (Windows Power Shell)

Terminal als Administrator starten

  1. Windows-Taste + S
  2. Im Suchfeld Terminal eingeben
  3. “Als Administrator ausführen”
Befehl
Get-PhysicalDisk
Beispielausgabe
Number FriendlyName         SerialNumber         MediaType   CanPool OperationalStatus HealthStatus Usage            Size
------ ------------         ------------         ---------   ------- ----------------- ------------ -----            ----
0      JAJS600M256PRO       1234567890           SSD         False   OK                Healthy      Auto-Select 238.47 GB

Die JAJS600M256PRO ist eine normale SATA-SSD mit 238.47 GB die für das Beispiel ausgewählt werden soll. In diesem Beispiel trägt diese die Nummer 0. Diese Zahl wird für die weiteren Schritte benötigt.

Terminal geöffnet lassen, da weitere Schritte hierüber als “Administrator” vorgenommen werden.

Ins Oracle VirtualBox Verzeichnis wechseln
cd "$ENV:ProgramFiles\Oracle\VirtualBox"
Echte Festplatte einbinden
.\VBoxManage createmedium --filename "$ENV:USERPROFILE\Desktop\SSD.vmdk" --format=VMDK --variant RawDisk --property RawDrive=\\.\PhysicalDrive0

Die Datei SSD.vmdk wird auf dem Desktop abgelegt und verwendet ca. 640 Bytes.

Hinweis: Diese SSD.vmdk kann mit einem normalen Texteditor geöffnet und angesehen werden. Es sollte darin nichts geändert werden, da alle wichtigen Daten und Einstellungen enthalten sind, die VirtualBox benötigt.

VirtualBox starten

Es ist wichtig, dass weiterhin das Terminal geöffnet bleibt, solange die grafische Oberfläche von VirtualBox läuft.

.\VirtualBox

Einstellungen für VirtualBox

In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass eine virtuelle Maschine erstellt wird oder wurde und ein Linux Betriebssystem mit EFI verwendet werden soll. Das Mainboard muss EFI (UEFI) unterstützen.

EFI aktivieren
VirtualBox: EFI aktivieren (nur spezielle Gäste).
  1. Einstellungen (Virtuelle Maschine)
  2. System
  3. Hauptplatine
  4. Erweitert
  5. “EFI aktivieren (nur spezielle Gäste)”, Haken setzen
Festplattendatei einbinden
  1. Einstellungen (Virtuelle Maschine)
  2. Massenspeicher
  3. Controller: SATA
  4. Festplatte hinzufügen
  5. “Abbild auswählen”
  6. SSD.vmdk auswählen und mit “Öffnen” bestätigen
Host I/O-Cache aktivieren
VirtualBox: “Host I/O-Cache aktivieren”.

Damit keine Fehler auftreten, sollte diese Einstellung vorgenommen werden:

  1. Einstellungen (Virtuelle Maschine)
  2. Massenspeicher
  3. Controller: SATA
  4. “Host I/O-Cache aktivieren”, Haken setzen
Betriebssystem installieren

Es kann nun ein Betriebssystem wie Linux installiert werden. Nach der Installation kann VirtualBox beendet und der PC neu gestartet werden, und je nachdem wie das Boot-Menü aufgerufen wird (bei vielen ASUS-Mainboards ist es die Taste F8) sollte wenn zum Beispiel Ubuntu installiert wurde, “ubuntu” als Eintrag stehen, dieses auswählen. In diesem Beispiel werden auch keine Einträge auf anderen Festplatten/Volumes/Partitionen geschrieben.

Diese Anleitung wird bei Gelegenheit noch erweitert.

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